Haus Sprosse

In Februar 2016 wurde die Wohngruppe „Haus Sprosse“, mit dem Schwerpunkt Systemische – Traumapädagogik, eröffnet. Das Hilfsangebot richtet sich an Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis vierzehn Jahren.
Ein großes Bauernhaus in Achim - Landkreis Wolfenbüttel, stellt vier jungen Menschen 230 qm Wohnfläche zur Verfügung. Das Raumangebot, verteilt auf zwei Etagen, besteht aus vier Einzelzimmern, Küche, Esszimmer, zwei Bäder mit Wanne, Dusche und WC, sowie ein Gemeinschaftsraum und ein Dienstzimmer. Ein Spielezimmer, ein Kreativraum und ein Ruhezimmer ergänzen das Raumangebot.
Das Raumkonzept berücksichtigt die Besonderheiten der jungen Menschen. Die Zimmer haben eine individualisierte Kind- bzw. jugendgerechte Ausstattung unter therapeutischen Gesichtspunkten (Farbgestaltung, Möbel etc.). Alle Kinder können in einem Einzelzimmer untergebracht werden, im Bedarfsfall aber auch ein Zimmer teilen, wenn dies für pädagogisch sinnvoll erachtet wird. Der bereits genannte Ruheraum bietet eine Rückzugsmöglichkeit außerhalb des Zimmers.
Hof und Garten mit diversen Spielmöglichkeiten bereichern das Angebot. Die ruhige Lage ist verknüpft mit einer guten infrastrukturellen Anbindung an Schulen und Freizeitangebote (freiwillige Feuerwehr, Sportverein, heilpädagogisches Reiten) der nahegelegenen Ortschaften. Umgeben von Natur und direkter Nähe zum Nationalpark Harz, wird den Kindern und Jugendlichen ein Umfeld der Ruhe geboten und die Möglichkeit gegeben neue Erfahrungen mit sich selbst und seinem Umfeld zu machen.

Pädagogischer Ansatz

Pädagogischer Ansatz

Wir sind ein multiprofessionelles Team mit Zusatzqualifikationen, welches sich aus Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen und einer Heilpädagogin zusammensetzt. Unsere pädagogische Grundhaltung orientiert sich am systemischen-ressourcenorientierten Ansatz, Traumapädagogik und dem Konzept der „Neuen Autorität“ nach Haim Omer. Von Beginn an werden die Stärken und Ressourcen der jungen Menschen und ihrer Eltern in den Mittelpunkt gerückt. Ausgehend von der systemischen Prämisse, dass jedes Verhalten Sinn macht, wird das gezeigte Verhalten als positiver Versuch betrachtet, die Lebenssituation zu bewältigen. Das Wissen um Folgen von Traumatisierung und biographischen Belastungen werden dabei berücksichtigt und der Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit wird auf die Sicherheit und Stabilisierung der jungen Menschen, sowie auf die Perspektiventwicklung und die Wiederherstellung der sozialen Teilhabe gelegt. Im Mittelpunkt der täglichen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen steht ein von Wertschätzung getragenes Beziehungsangebot.
Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist den Kindern und Jugendlichen einen „Sicheren Ort“ zu ermöglichen, um wieder Vertrauen in sich und ihre Welt aufzubauen. Dabei sind die Förderung der Selbstachtung der jungen Menschen sowie die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts von grundlegender Bedeutung.