• gefragt: Fach-Familien

Erziehungsstellen

sind professionell arbeitende Familien, Paare oder Einzelpersonen in der mindestens eine Person über eine fachlich-pädagogische Ausbildung verfügt. Erziehungsstellen können bis zu 2 Kinder / Jugendliche in Ihrem Haushalt aufnehmen Grundlage der Arbeit ist der § 34 SGB VIII, bei Bedarf in Verbindung mit dem § 41 SGB VIII

Unsere Ziele

  • Erleben von konstanten Beziehungen durch familienanaloges Konzept
    (Familie lernen und erleben)
  • Akzeptanz gegenüber und Zusammenarbeit mit dem gesamten Herkunftssystem, um Loyalitätskonflikte der Kinder und Jugendlichen zu vermeiden
  • Vermeidung von stationären Heimaufenthalten

Zielgruppe

  • Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 17 Jahren, in Einzelfällen auch im Alter von 0-2 Jahren, beiderlei Geschlechts
  • Die Probleme der Kinder/Jugendlichen können von Leistungsstörungen über Verhaltensauffälligkeiten bis zu psychischen Störungen reichen
  • § 34, 41, in Einzelfällen § 35a KJHG

Ausschlußkriterien

  • Drogenabhängigkeit
  • erhebliche geistige und körperliche Behinderung sowie eine psychiatrische Erkrankung kann im Einzelfall zur Ablehnung führen

Pädagogischer Ansatz

Pädagogischer Ansatz

Die einzelnen Erziehungsstellen/Außenstellen arbeiten nach unterschiedlichen methodischen Grundlagen, die ganzheitlich und ressourcenorientiert ausgerichtet sind.

Die untergebrachten Kinder und Jugendlichen waren in ihren Herkunftsfamilien häufig starken emotionalen, sozialen und körperlichen Belastungen ausgesetzt. Daraus resultierende Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen sind häufig Ausdruck einer tief verunsicherten Persönlichkeit. Insbesondere die Einbindung in den Familienverband der einzelnen Außenstelle ermöglicht es ihnen, Stabilität, Geborgenheit und Sicherheit zu erleben. Hierzu gehört auch die Erfahrung, dass Konflikte, Probleme und Krisen mit Unterstützung der Eltern und Geschwister bearbeitet und als positive Entwicklungsanstöße genutzt werden können. Die Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen stehen am Ende eines langen Entwicklungsprozesses, in dessen Verlauf der Umgang mit dem eigenen Erleben und Verhalten oft erst mühsam erlernt werden muß. Die Arbeit der Erziehungsstellen/Außenstellen ist von der Bereitschaft gekennzeichnet, sich reflektiert mit eigenen Wertmaßstäben, Erziehungszielen und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen, um so offener für die Erlebniswelt zu sein. Der familiäre Rahmen der Erziehungsstellen/Außenstellen bietet Lernmöglichkeiten, bei denen alle Beteiligten gleichermaßen gefordert sind, sich mit der individuellen Situation des Kindes und Jugendlichen auseinanderzusetzen.